aus dem Schulleben

Dorfstrasse 24

 

In der Ortschronik von Königsdorf stößt man auf einen netten Beitrag von Frau Paula Wirth ( 1932 – 2016).
Sie schildert recht ausführlich ihre Schulzeit.

Seltsame Aufgaben gab es zu der Zeit für die Kinder. So berichtet Frau Wirth , dass die Kinder eine tägliche Zusammenfassungen des Wehrmachtsberichtes schreiben mussten, der zu Hause nochmals in Schönschrift abgemalt wurde.
Der Lehrer nahm nicht alles so genau. So sollte jeden Tag zu Schulbeginn eine Fahne gehisst und ein Lied gesungen werden, was oft unterblieb. Hoch bewertet wurde jedoch die Leibeserziehung. Die Klasse fand sich oft am Sportplatz ein und trainierte verschieden Sportarten. Eifrige SportlerInnen konnten auch an Wettkämpfen teilnehmen und Frau Wirth war wohl eine davon. Laut Bericht konnte sie mehrere Siegernadeln in den Disziplinen Hoch – und Weitsprung, Kugelstoßen und Laufen erringen.

Die Kinder mussten auch zum Erhalt des täglichen Lebens beitragen. Für die Kriegswirtschaft sammelten sie Knochen, Altpapier und Altkleider. Außerdem mussten sie Kräuter sammeln und zu Schulbeginn eine Menge an getrockneter Kamillie, Spitzwegerich, uä abgeben.
2 Kinder wurden über die Ferien eingeteilt, Seidenraupen mit Maulbeerblättern zu füttern. Die gewonnene Seide wurde für die Fallschirme benötigt.
Alle Kinder mussten oft schon mit 6 Jahren zudem zu Hause am Feld mitarbeiten. Vor allem bei der Heu – und Getreideernte.
Beliebt war hingegen die Aufgabe, Kühe zu hüten. Die Aufgabe bestand lediglich darin, die Tiere nur wohlbehalten über die Lafnitzbrücke treiben und konnte dann bis zum Abend spielen. Beim Nach – Hause- Trieb gingen die Kühe von allein in ihre Ställe.

Trotz der vielen Aufgaben blieb doch Zeit zum Spielen. Anmerkung: es gab ja noch keine Fernsehgeräte. Reifenspiel, Ballspiele und Hüpfspiel waren besonders beliebt. und im Sommer war Baden angesagt.
Klingt trotz der schwierigen Zeit nach einer schönen Kindheit.

Quelle: Brigitta Trsek inspiriert von einem Beitrag aus der Ortschronik Königsdorf
Fotos: pixabay;(C) Brigitta Trsek/ Repro
Ein Beitrag gefördert vom Land Burgenland

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